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Isaak Iljitsch Lewitan (Wirballen, 30. August 1860 – Moskau, 4. August 1900, nach dem greg. Kalender) – bedeutender russischer Maler des Realismus.
Isaak Lewitan wächst in einer ärmlichen aber gebildeten jüdischen Familie im Regierungsbezirk Kowno (heute Litauen) auf. Als er circa 10 Jahre alt ist, zieht die Familie nach Moskau. 1873 beginnt er seine Ausbildung an der Moskauer Hochschule für Malerei und gilt sehr schnell als hochbegabt, so dass ihm sogar die Studiengebühren aufgrund seiner extremen Armut erlassen werden, nachdem seine Eltern bereits 1875 und 1877 verstorben sind. Ab 1876 arbeitet er im Atelier des Malers Alexeï Savrassov, der ein Verfechter der Pleinair-Malerei ist. Isaak erweist sich schnell als hervorragender Landschaftsmaler. Seine ersten Bilder werden 1877 ausgestellt und erhalten sehr positive Rezensionen. Es folgen andere Ausstellungen, auch im Ausland, darunter in München. Er lernt die Werke der Ecole de Barbizon kennen und schätzt ganz besonders Corot. Ab 1898 unterrichtet er Landschaftsmalerei an der Moskauer Hochschule. Eine sehr enge Freundschaft verbindet ihn jahrelang mit Tschechow. Er stirbt im Alter von nur 40 Jahren an einem Herzleiden. Seine Darstellungen der russischen Natur drücken Gefühle und Gedanken aus, oft mit tiefer Melancholie. Das für jede Jahreszeit typische Licht wird mit verblüffender Wirklichkeit wiedergegeben und man spürt geradezu die Feuchtigkeit der Luft beim Betrachten seiner Herbstbilder („Herbsttag. Sokolniki“) oder die leichte Frühlingsluft wie in „Hochwasser im Frühjahr“. Er kann wie kaum ein anderer die Stimmung einer Landschaft verstehen und zum Ausdruck bringen.
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